Gedanken zur Spiritualität
Immer häufiger hört man das Wort Spiritualität. Scheint im Moment sehr modern zu sein. Doch was ist Spiritualität? Ich denke, so viele bewusst lebende Menschen es gibt, so viele verschiedene Definitionen wird es geben. Deshalb gebe ich hier nur MEINE Gedanken dazu.
Spiritualität bedeutet für mich, mich wieder mehr und mehr mit der Natur und meinem Ursprung zu verbinden. Das heißt, Menschen, Pflanzen, Tiere und alles, was sonst noch beseelt ist, mit Achtsamkeit und Wertschätzung zu behandeln. Dankbar zu sein für die Schönheit der Natur, für die Fülle und die Geschenke, die das Leben mir jeden Tag anbietet. Sorgsam damit umzugehen. Es bedeutet für mich auch, in die Stille zu gehen, mich immer wieder selbst zu reflektieren, mich mit meinen Schattenthemen auseinanderzusetzen und sie in Heilung zu bringen. Und glaubt mir, das kann ganz schön ätzend sein. Deshalb heißt Spiritualität für mich auf keinen Fall ooommmm, das Leben ist einfach nur schön und ALLES ist wunderbar.... Nein, ist es eben nicht. Und ich bin auch nicht mit allen meinen Mitmenschen in Frieden, denn da gibt es echt genug, die meine Geduld und mein Verständnis auf harte Proben stellen. Aber ich kann mir anschauen, was sie mir spiegeln, wo noch meine Triggerpunkte sind, wo Abgrenzung gefragt ist, und damit kann ich arbeiten und meinen Weg fortsetzen. Spiritualität heißt für mich auch, in eine gute Anbindung an die hohe Intelligenz, den Geist des Universums, Gott, die Quelle (wie man auch immer das nennen mag, was die Ordnung des Kosmos hält) zu kommen. Ob ich das habe, merke ich daran, dass ich in meiner Mitte bin, im Vertrauen, mich das Drumherum nicht aus der Ruhe bringt, plötzliche Impulse und gute Ideen aufploppen, auf einmal Lösungsmöglichkeiten für "Probleme" auftauchen. Dahin zu kommen und das halten zu können, ist für MICH gelebte Spiritualität.
