Jahreskreisfeste

Mit den Jahreskreisfesten möchte ich eine alte Tradition unserer Ahnen wieder aufleben lassen. Das Leben unserer Vorfahren war geprägt durch das Leben in und mit der Natur. Sich dem natürlichen Rhythmus anzupassen und mit Mutter Erde im Einklang zu sein, war für unsere Ahnen überlebenswichtig. So ist es nicht verwunderlich, dass sie für die Natur eine große Wertschätzung empfanden und ungefähr im 6 Wochen Rhythmus verschiedene Danksagungsfeste feierten. Die ursprünglich keltischen Feiern waren aufgeteilt in 4 Mond - und 4 Sonnenfeste, von denen jedes ein eigenes Thema hat. 

Gerade in der heutigen Zeit wird es immer wichtiger, sich wieder mit der Natur zu verbinden und ihrem Rhythmus zu folgen. Wir feiern diese Feste zum einen im Gedenken an unsere Vorfahren, ohne die wir nicht hier wären und nicht das wären, was wir heute sind, zum anderen um das wieder wertzuschätzen, was wir jeden Tag an Fülle und Reichtum erleben dürfen. Wir werden Altes loslassen, Neues auf den Weg bringen, wir werden kreativ sein und uns bewusst werden, wie wichtig es auch für uns ist, einmal durchzuatmen und uns Pausen zu gönnen, so wie die Natur es uns vorlebt.

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Wintersonnwende (Alban Arthan)

Um den 21. Dezember herum feiern wir mit der Wintersonnwende als Sonnenfest und erstes Fest im Jahreskreis die Rückkehr des Lichtes. Wir durchleben die längste Nacht und den kürzesten Tag im Jahreskreislauf. Es ist zwar eigentlich der Winterbeginn, aber ab jetzt werden die Nächte wieder kürzer und die Tage länger. Für die Kelten waren die Sonnwendfeste ganz besondere Feiertage, da sie den Beginn einer neuen Jahreszeit einläuteten. Für unsere Ahnen war es die Aussicht auf ein neues Erwachen der Natur, sie spürten damals noch die unter der Erde lebendig werdenden Energien, den Beginn eines neuen Zyklus. In der damaligen Zeit mit strengen Wintern, ohne Strom und an Vorräten nur, was Sommer und Herbst an Ernte möglich gemacht hatten, ein guter Grund zur Hoffnung, den Winter zu überleben. Also ein wunderbarer Grund zu feiern. 

An die Wintersonnwende schloss sich ein Zeitraum von 11 Tagen und 12 Nächten an, die so genannten Rauhnächte. Es war eine Zeit, in der Innenschau gehalten, das alte Jahr geehrt und versöhnt abgeschlossen wurde, eine Zeit der Stille, aber auch eine Zeit, um zu planen, wie man sich seinen Herzenswünschen im neuen Jahr nähern könnte. Eine Zeit der Stille, des Friedens und des "Bei sich sein". 

So schließen auch wir in diesem Ritual unser altes Jahr ab, schauen, was wir vor dem Jahreswechsel noch zu Ende bringen können und visionieren ein Ziel, was uns am Herzen liegt und was wir im neuen Jahr verwirklichen möchten.

Samhain oder Allerheiligen ist eines der vier Mondfeste und wird am 31.Oktober gefeiert. Es ist im Ursprung ein Fest der Verstorbenen und des keltischen Jahreswechsels. Tod, Wiedergeburt, Ende und Neuanfang sind die ursprünglichen Kernthemen dieses Festes und somit steht es für den ewigen Kreislauf des Lebens. Sommer und Herbst sind vorbei, alles ist geerntet und eingefahren und winterliche Stille kehrt langsam ein. Wir erinnern uns an humorvolle und lustige Begebenheiten mit unseren Vorfahren, wir finden gemeinsam Wege zur Gestaltung der winterlichen Stille, blicken auf unser bisher gelebtes Jahr zurück, danken für die Fülle und reiche Ernte in unserem Leben und schauen, was wir Neues in Gang setzten können.

 

Mabon oder Herbst-Tag-und Nachtgleiche ist eines der vier Sonnenfeste und wird um den 21.September herum gefeiert. Wie der Name schon sagt, sind hier Tag und Nacht gleich lang und somit herrscht Ausgewogenheit zwischen Licht und Dunkel. Die Frage nach Harmonie und Ballance steht bei diesem Fest im Mittelpunkt. Gleichzeitig ist es aber auch ein Fest zum Erntedank, denn die Natur beschenkt uns noch einmal mit einer wahren Pracht an Beeren, Obst, Nüssen und vielen wunderschönen Farben. Die Felder sind zum größten Teil abgeerntet und die letzten Kräuter für den Winter eingesammelt. Ein guter Zeitpunkt, sich in Ruhe auf das, was wesentlich ist, zu besinnen und zu danken. 

 

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